| GÜNTHER HOLDER
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Holz, Öl- & Lackfarbe
lasierend glänzend / weiß matt
45 x 42 x 13 cm
2009
Preis auf Anfrage

Holz, Ölfarbe
38 x 42 x 16 cm
2009
Preis auf Anfrage

S 012
Holz, Öl- & Lackfarbe
38 x 58 x 10 cm
2008
Preis auf Anfrage

Segment 013
Holz, Öl- & Lackfarbe
23 x 34 x 11 cm
2008
Preis auf Anfrage

Waldstück 23/41/12-07
Holz, Öl- & Lackfarbe
23 x 41 x 12 cm
2007
Preis auf Anfrage
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"Denn
wahrhaftig steckt die Kunst in
der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie."
(Albrecht Dürer, Vier Bücher von menschlicher
Proportion)
Günther Holders Arbeiten behaupten sich im Spannungsfeld
zwischen Malerei und Skulptur; sie sind gleichzeitig Ding und Bild. In
ihnen verbindet sich die taktile Qualität der Skulptur mit der
optischen Sensibilität der Malerei zu einer beide Gattungen
reflektierenden Ausdrucksform. (...)
Die in vielen lasierenden Schichten aufgetragene Öl- und
Lackfarbe dient der Verdeutlichung des Trägermaterials. Ihre
Brillanz, ihr Spiel mit Licht und Schatten, hebt die
Plastizität und die Zeichnung des Untergrunds hervor. Das
Relief des Malgrundes wiederum bietet der Farbe ein abwechslungsreiches
Terrain, auf dem sie ihre volle Leuchtkraft entfalten kann.(...)
Wie eine Haut legen sich die Farbschichten auf das Relief der
Oberfläche und fungieren als Membran zwischen Innen und
Außen. Sie sind einerseits Grenze zwischen Objekt und Umraum
und andererseits Verbindungszone – sie sind der Ort, an dem
das Material sich artikuliert. Dass Holder die bemalte
Oberfläche des Holzobjekts als Malerei versteht, macht er
unmissverständlich durch das Abbrechen der Farbe an den
Rändern deutlich. Grundierung und einzelne Farbschichten
werden nachvollziehbar, die Handwerklichkeit des Farbauftrags wird
sichtbar. Hier an den Kanten treffen Malerei und Skulptur, Kunst und
Natur, ein additives und ein subtraktives Prinzip aufeinander, hier
offenbart sich die dialektische Struktur der
„Waldstücke“.(...)
Lange Zeit galten Malerei und Skulptur als unvereinbar. Das Dogma der
Materialgerechtigkeit sah im Farbauftrag einen Verstoß gegen
die Physikalität der Skulptur. Die Tendenz der Malerei, einen
Bildraum zu evozieren, widersprach dem bildhauerischen Grundsatz, reale
Volumen im Wirklichkeitsraum zu organisieren. Donald Judd
beispielsweise, einer der Hauptvertreter der Minimal Art,
ließ bei seinen dreidimensionalen Objekten Farbe nur als
konsistenten Bestandteil des Materials gelten. Längst ist der
Diskurs der Avantgarde in den 60er Jahren über Reinheit und
Reduktion der Form historisch. Dennoch oder gerade deswegen bietet er
Anknüpfungspunkte für die zeitgenössische
Kunst. Günther Holders künstlerische Arbeit bedient
sich einer Rhetorik, die sich an die Formensprache der Minimal Art
anlehnt, ohne deren Rigidität zu übernehmen. Seine
Version einer Materialgerechtigkeit führt über die
Visualisierung der Materialeigenschaften zur Malerei. Gerade weil ihn
die Eigenschaften des Materials interessieren, weil er ihren
Eigengesetzlichkeiten auf die Spur kommen will, verwendet er Farbe.
Farbe ist für ihn nicht Selbstzweck, sondern dient der
Verdeutlichung von Form und Struktur des Materials. Obwohl der Malerei
eine immer größere Bedeutung im aktuellen Werk
Holders zukommt, ist sie nie ohne die p
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